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Ausbildungszeugnisse rechtssicher erstellen

So entwickeln Sie Kompetenz als Zeugnis-Autor!

Um Ausbildungszeugnisse oder Praktikantenzeugenisse rechtlich einwandfrei erstellen zu können, sind fundierte Fachkenntnisse unabdingbare Voraussetzung. Die Praxis zeigt jedoch immer wieder, dass Ausbildungszeugnisse aus Unkenntnis heraus häufig fehlerhaft oder missverständlich formuliert werden. Auch finden sich vielfach Satzkonstruktionen und Begriffsverwendungen, die sich in zu starkem Maße an Regeln der Umgangssprache orientieren und damit - entgegen guter Absicht ihres Verfassers - beim fachkundigen Leser einen negativen Eindruck erwecken müssen. Dieses kann dem Auszubildenden nicht nur seine berufliche Zukunft verbauen, auch arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen oder Schadenersatzansprüche gegenüber dem Zeugnisaussteller können die Folge sein. Als Verfasser oder Unterzeichner von Ausbildungszeugnissen stehen Sie im Blickpunkt und tragen besondere Verantwortung.

Unser Seminar vermittelt Ihnen alle wichtigen Kenntnisse, die Sie benötigen, um diesen Herausforderungen in der Praxis zu begegnen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ausbildungszeugnisse rechtlich einwandfrei, wahrheitsgetreu und wohlwollend formulieren können. Sie entwickeln „Kompetenz in Zeugnissprache“ und dokumentieren dadurch nicht nur Professionalität in der Personalarbeit, sondern leisten zugleich einen wichtigen Beitrag für das berufliche Fortkommen Ihrer Auszubildenden.

 

Inhalte

Gesetzliche Grundlagen über die Erstellung von Ausbildungszeugnissen

  • Wer hat Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis?
  • Wann muss ein Ausbildungszeugnis erteilt werden?
  • Wann muss das Zeugnis ausgehändigt werden?
  • Den Spagat zwischen Wahrheit und Wohlwollen meistern - aber wie?
  • Arten von Ausbildungszeugnissen
    • Einfaches Ausbildungszeugnis
    • Qualifiziertes Ausbildungszeugnis
    • Das Zwischenzeugnis
    • Ausbildungszeugnis bei Abbruch der Berufsausbildung
    • Funktion und Bedeutung des Beurteilungsbogens
  • Was in das Ausbildungszeugnis hinein gehört und was nicht
  • Voraussetzungen für das Vorliegen eines Berichtigungsanspruchs

Aufbau und Inhalt des Ausbildungszeugnisses

  • Formelle Grundlagen
  • Die rechtlich einwandfreie Formulierung der Zeugnisinhalte
  • Angaben über Person und Ausbildungsberuf des Zeugnisempfängers
  • Kurzvorstellung des Unternehmens
  • Ausbildungsstationen und Lerninhalte
  • Die zusammenfassende Leistungsbeurteilung
  • Beurteilung des Sozialverhaltens
  • Prüfungsergebnis, Art der Ausbildungsbeendigung, Übernahme
  • Beendigungsformel, Zukunftswünsche,  Unterschrift

Ausgewählte Spezialfragen mit Lösungsvorschlägen für die Praxis

  • Wie sich Kritik wohlwollend formulieren lässt
  • Schlüsselworte und „Geheimcodes“ in der Zeugnissprache
  • Praktische Formulierungs-Übungen, auf Wunsch an Hand konkreter (anonymisierter) Beispiele aus dem Teilnehmerkreis 
  • Optimierung der Zeugniserstellung durch Zeugnissoftware - Möglichkeiten und Grenzen
  • Die aktuelle Rechtssprechung zum Thema Ausbildungszeugnisse

 

So arbeiten Sie im Seminar:

Die rechtssichere Erstellung von Ausbildungszeugnissen erfordert umfangreiches Fachwissen, das sich in komprimierter Form nur in Gestalt des Lehrgesprächs vermitteln lässt. Dennoch haben die Teilnehmer genügend Zeit, sich in eigenen Formulierungen zu üben und diese im Plenum vorzustellen. Auch besteht die Möglichkeit, anonymisierte Ausbildungszeugnisse aus dem eigenen Unternehmen zur Diskussion zu stellen. Metaplantechnik dient zur ergänzenden Visualisierung der vorgetragenen Lerninhalte. Ausführliche Arbeitsunterlagen vertiefen die im Seminar vermittelten Kenntnisse.

Wer sollte teilnehmen:

Dieses Training wendet sich an alle Mitarbeiter, die an der Erstellung von Ausbildungszeugnissen mitwirken und hierfür eine systematische Grundlage benötigen. Insbesondere sind Ausbildungsleiter angesprochen. Personalleiter und Personalreferenten, die ihr Wissen aktualisieren oder im Hinblick auf die Besonderheiten von Ausbildungszeugnissen verfeinern möchten, sind selbstverständlich ebenso willkommen. Von den Teilnehmern selbst erstellte Ausbildungszeugnisse können während des Seminars gern diskutiert werden.

Welche Vorkenntnisse Sie benötigen:

Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Erstellung von Ausbildungszeugnissen sind von Vorteil, aber wegen der inhaltlichen Abgeschlossenheit dieses Seminars nicht Bedingung. Selbst Seiteneinsteiger werden nach diesem Training in der Lage sein, gute Ausbildungszeugnisse erstellen zu können.

 

Referent/in

Prof. Dr. Arnulf Weuster
Prof. Dr. Arnulf Weuster
Dozent für Personalwirtschaft, Personalführung und Organisation

Langjährige Erfahrungen im Personalmanagement namhafter Unternehmen. Prof. Dr. Weuster gilt als einer der profiliertesten Experten im deutschsprachigen Raum zum Thema Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikantenzeugnisse. Er ist u.a. Autor des Buches "Arbeitszeugnisse in Textbausteinen" und seit vielen Jahren erfolgreich als Seminarreferent in unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen tätig. Herr Prof. Dr. Weuster lehrt an der Fachhochschule Offenburg.
Christina Linke
Christina Linke
Rechtsanwältin

Christina Linke ist Rechtsanwältin und Expertin für arbeitsrechtliche Kommunikation. Viele Jahre hat sie zunächst als Personalreferentin der Piepenbrock Dienstleistungsgruppe im Bereich Arbeitsrecht gearbeitet. Heute ist sie als selbständige Rechtsanwältin ausschließlich im Arbeitsrecht tätig. Neben der Vermittlung von konkretem juristischem Wissen liegt ihr Schwerpunkt in der Berücksichtigung der zwischenmenschlichen Komponenten im Arbeitsrecht. Rechtsanwältin Linke ist neben der anwaltlichen Tätigkeit als Referentin bei verschiedenen Bildungsinstituten, als Autorin und als Trainerin und Speaker tätig. Ihre Seminare leben von ihrer nicht nur effektiven, sondern auch lebendigen Wissensvermittlung.