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Nachträge abwehren - Baukosten optimieren
Nachtragsmanagement professionell und erfolgsorientiert

Umfang und Komplexität großer Bauvorhaben führen regelmäßig zu Vergütungsänderungen, sog. Nachtragsleistungen. Denn Bauablaufstörungen sind bei Bauprojekten oftmals an der Tagesordnung und verursachen Mengen- oder Leistungsänderungen, die per Nachtrag geltend gemacht werden. In dieser Konstellation nutzen Auftragnehmer regelmäßig alle Chancen für einen Nachtrag, während der Auftraggeber dessen Berechtigung kritisch hinterfragt. Hinsichtlich Ihrer Bearbeitung sind Nachträge daher nicht nur mit erheblichen zeitlichen Aufwendungen verbunden. Vielmehr führen sie regelmäßig zu Baukostensteigerungen und damit zu Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, die dann vielfach einer gerichtlichen Klärung zugeführt werden müssen.

Lassen Sie sich in diesem Kompaktseminar die Grundlagen für ein professionelles Nachtragsmanagement nahebringen. Unter Berücksichtigung der rechtlichen Voraussetzungen insbesondere der VOB/B stehen die Prüfung und Abwehr von (unberechtigten) Nachtragsforderungen des Auftragnehmers im Mittelpunkt. Behandelt werden aber auch allgemeine Grundlagen und Probleme der Abrechnung der Vergütung sowie die Prüfung von Abschlags- und Schlussrechnungen. Auch Ansprüche auf Mehrkosten aus Bauablaufstörungen und deren Behandlung im Rahmen eines Nachtragsmanagements werden betrachtet.

Weiterhin werden Ihnen die notwendige Dokumentation von Leistungsänderungen, der erforderliche Schriftverkehr, die ordnungsgemäße Abrechnung erbrachter Leistungen und das mögliche Verhandeln und Abwehren (ggf. unberechtigter) Leistungsänderungen vorgestellt und diskutiert. Anspruchsgrundlagen, Aufbau und die mögliche Abwehr von Nachträgen mit den daraus resultierenden Folgen für die tägliche Praxis werden Ihnen anhand zahlreicher Beispiele aufgezeigt und erläutert.

 

Definition und rechtliche Grundlagen von Nachträgen

  • Begriff, Bedeutung
  • Grundlagen des Nachtragsanspruches (Vergütungsansprüche, Schadensersatzansprüche, Entschädigungsansprüche)
  • Nachtrags-/Preisanpassungsvorschriften in der VOB/B
  • Grundlagen der baubetrieblichen Kalkulation und der Preisermittlung
  • Gesetzesentwürfe zum Werkvertragsrecht

Nachtragsrisiko und -vermeidung

  • Erkennen von Nachtragsrisiken vor Auftragserteilung (Due Diligence der technischen Ausschreibungsunterlagen)
  • Bedeutung der Planungstiefe
  • Vertragsanalyse, Festlegung der Vertragsbestandteile und Leistungsbeschreibung
  • Maßnahmen zur Nachtragsvermeidung in der Vertragsgestaltung

Nachtragsabwehr und wesentliche Dokumentationsmittel

  • Bedeutung von Anordnungen
  • Bautagebuch
  • Formale Anforderungen an Nachtragsangebote, Nachtragsprüfung allgemein
  • Ansprüche aus gestörtem Bauablauf
  • Prüfbarkeit von Abschlags- und Schlussrechnungen
  • Handlungsalternativen

Nachtragsverhandlungen und Nachtragsvereinbarungen

  • Verhandlungsstrategien
  • Inhalte von Nachtragsvereinbarungen, Pauschalierung, Vorbehalte
  • Zeitabhängige Kosten
  • Allgemeine Geschäftskosten (AGK) und Baustellengemeinkosten (BGK)

Abschlussdiskussion mit Praxishinweisen

 

So arbeiten Sie im Seminar:

Die Seminarinhalte werden Ihnen anhand von Vorträgen, Präsentationen und konkreten Beispielen aus der Praxis vermittelt. Diskussionen zwischen den Teilnehmern wird dabei viel Raum geboten. Zum Einsatz kommen bewährte Präsentations- und Lernmedien. Darüber hinaus erhalten sie Checklisten und Seminarunterlagen.

Wer sollte teilnehmen:

Die Veranstaltung richtet sich an Facility-Manager, Planungsingenieure, bauüberwachende Architekten, Verantwortliche von Bauprojekten, zentrale Dienste von Behörden und öffentlichen Einrichtungen, Technische Leiter und sonstige Fach- und Führungskräfte, die sich mit Aufbau, Berechtigung und ggf. Abwehr von Nachträgen beschäftigen und auseinandersetzen möchten.

Welche Vorkenntnisse Sie benötigen:

Spezielle Vorkenntnisse sind für den erfolgreichen Seminarbesuch nicht notwendig. Es wäre allerdings vorteilhaft, wenn Sie bereits erste (praktische) Erfahrungen im Bereich des Nachtragsmanagement sammeln konnten.

 

Referenten

Karen Mitterer

Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau und München mit Spezialisierung auf das öffentliche Baurecht; Rechtsreferendariat unter anderem beim Landgericht Traunstein und der Landesanwaltschaft des Verwaltungsgerichts München. Seit 2000 ist sie in der Kanzlei HFK Rechtsanwälte in München tätig. Seit 2012 Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht.
 
 

Robert Sprajcar

Rechtsanwalt Robert Sprajcar ist Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Nach Studium an der Philipps-Universität in Marburg und anschließendem Referendariat beim OLG Frankfurt, übernahm er von 2003 - 2005 das baurechtliche Dezernat in einer mittelständischen Kanzlei in Marburg. Im Anschluss Rechtsanwalt bei einer auf Immobilien- und Baurecht spezialisierten, bundesweit tätigen Anwaltskanzlei. Seit 2006 Mitglied der Kanzlei HFK Rechtsanwälte LLP in Berlin, seit 01.01.2015 als Gesellschafter. Seit 2007 Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Seit 2014 Lehrbeauftragter für privates Baurecht an der Hochschule für Technik in Stuttgart.

Referent/in

 

Termine und Orte

In Kürze
 

Informationen über das Seminarhotel erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung

Veranstaltungsnummer

007060

Gebühr

790 EUR + MwSt.

Sonstiges

o.A.
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